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Kompetenzen stärken, Pflegequalität verbessern

Die Altenpflegeheime Mannheim GmbH hat seit Sommer 2019 das interne Fortbildungsangebot für die Mitarbeitenden erweitert. Dadurch wurde den gesetzlichen Anforderungen entsprochen, die Kompetenzen des Pflege-und Betreuungspersonals gestärkt und die Pflegequalität nachhaltig verbessert.

Seit November 2019 gelten die neuen Qualitätsprüfungsrichtlinien für stationäre Langzeiteinrichtungen. Die gesetzlichen Neuerungen haben Auswirkungen auf die Leistungserbringung. Der Fokus der Qualitätsprüfungen wird nun stärker auf die Ergebnisqualität gelegt.

So müssen die Einrichtungen alle sechs Monate Daten bezüglich der Qualität der Versorgung erheben und an eine zentrale Datenauswertungsstelle melden. Die Daten werden geprüft und neben den Ergebnissen der jährlichen Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen auf den Internetseiten der Einrichtungen veröffentlicht. Somit besteht für jedermann die Möglichkeit die aktuelle Versorgungsqualität der Pflegeeinrichtungen einzusehen und zu vergleichen.

Weitere Veränderungen bestehen darin, dass mit dem Pflegeberufegesetz das Pflegefachpersonal Vorbehaltsaufgaben zugesprochen bekommt. Die Pflegenden müssen zukünftig stärker die Pflegeprozessverantwortung übernehmen und sind für die Erhebung desPflegebedarfs, für die Steuerung und Koordination der pflegerischenVersorgung sowie die Evaluation der Pflegequalität verantwortlich.

Damit die Pflegenden der APH Mannheim GmbH auf die neuen Herausforderungen vorbereitet sind, werden seit letztem Jahrvon der zentralen Praxisanleiterin und Pflegepädagogin Anastasia Schweibert und der zentralen Qualitätsmanagementbeauftragten Melanie Paul entsprechende Fortbildungen angeboten. Auch für das Jahr 2020wurde von ihnen ein umfassendes internes Fortbildungsangebot erarbeitet. Die internen Fortbildungen werden hauptsächlich von ihnen durchgeführt, was einen direkten Austausch mit den Mitarbeitenden ermöglicht. Um die Einrichtungen der Altenpflegeheime Mannheim GmbH in der Vorbereitung und Umsetzung der neuen Qualitätsprüfungsrichtlinien zu unterstützen, werden bereits seit Sommer 2019 Mitarbeiter*innen der Pflege in der Dokumentation und Erfassung der Versorgungsergebnisse geschult. Fortbildungen zum Strukturmodell,die monatlich zweimal angeboten werden, stärken zudem die Fachlichkeit und die Kompetenzen der Pflegenden in Bezug auf die Pflegedokumentation.

Das Strukturmodell ist ein seit 2015 zur Entbürokratisierung der Pflegeetabliertes Dokumentationssystem, dasdie Elemente „Erhebung“, „Planung“, „Durchführung“und „Evaluation“der Pflege und Betreuung beinhaltet. Die Mitarbeitenden werden in praxisorientierten Schulungen mitrealen Fallbeispielen darin befähigt, eine strukturierte Informationssammlungzu erhebenund dabei die Bedürfnisse der pflegebedürftigen Personen und der individuellen Pflegebedarfezu berücksichtigen. Die Informationssammlung bildet die Grundlage für die Einschätzung der pflegerelevanten Risiken wie Dekubitus, Sturz, Mangelernährung, Schmerzen und Inkontinenz und für die Planung der individuellen Maßnahmen der Pflege und Betreuung.

Ergänzend dazu werden in regelmäßigen Abständen Fortbildungen zu den aktuellen Expertenstandardsangeboten, die wichtige Instrumente der Qualitätssicherung in der Pflege sind. Diese zielen darauf ab, die Kenntnisse der Pflegenden bezüglich der Dekubitus-und Sturzprävention, des Schmerzmanagements, der Vorbeugung der Mangelernährung, der Förderung der Harnkontinenz, dem Erhalt und der Förderung der Mobilität sowie der Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz zu vertiefen und ihre Kompetenzen für die Umsetzung in der Praxis zu verbessern.

Des Weiteren werden spezifische Schulungen bezüglich der pflegerelevanten Erkrankungen des Herzens, der Niere und des Stoffwechsels angeboten. Der Fokus liegt dabei auf der Auffrischung und Vertiefung der in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse bezüglich Anatomie, Physiologie und Behandlung der Erkrankungensowie in der Vermittlung sich daraus ableitender Pflegemaßnahmen und deren Dokumentation.

Die internen Angebote werden darüber hinaus durch die Bildungsangebote des APH Bildungszentrums und weitere externe Bildungsanbieter ergänzt. So sind in diesem Jahr zusätzlich Inhouse-Fortbildungen zu den Themen „Deeskalation“und „Fachsprache Deutsch für spezielle Anforderungen in der Pflege“ geplant. Praxisanleitende können ihre pädagogischen Pflichtfortbildungen im APH Bildungszentrum absolvieren. Die Altenpflegeheime Mannheim GmbH sieht in dem breiten Fort-und Weiterbildungsangebot eine wichtige Investition in die Verbesserung der Pflege- und Versorgungsqualität in den Pflegeeinrichtungen, dem ambulanten Pflegedienst und der Tagespflege.

Bei den Mitarbeiter*innen findet das Angebot Anklang. Obwohl die Teilnahme freiwillig ist, sind die Veranstaltungen immer sehr gut besucht. Silvia Anastasiadis (Wohnbereichsleitung) und Dilek Adler (Praxisanleiterin) aus dem Ida-Scipio-Heim bestätigen, dass die internen Fortbildungen sehr informativ sind und ihre Arbeit in der Pflege unterstützen. Die verständliche Verknüpfung zu ihrem pflegerischen Alltag und die Möglichkeit mit den Dozentinnen Fragen oder Unklarheiten zu besprechen, empfinden sie als sehr hilfreich. Sie fühlen sich dadurch bei der Umsetzung der aktuellen Veränderungen sehr gut begleitet. Die Fortbildungen führen zu deutlich mehr Sicherheit in der Praxis und schaffen ein gutes Betriebsklima.

Das Fort-und Weiterbildungsangebot wird weiterhin auch in enger Zusammenarbeit mit dem APH Bildungszentrum und externen Bildungsanbietern erweitert, sodass ein kontinuierlicher Bildungsprozess der Mitarbeitenden gefördert wird.

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Aktuelles

Zum "Tag der Pflege" am 12. Mai hat das Projekt "Generationenaustausch Pflege" die Motivation der Pflegenden für ihren Beruf ergründet. Weiterlesen

Kompetenzen stärken, Pflegequalität verbessern

Das interne Fortbildungsangebot für die Mitarbeitenden wurde erweitert. Weiterlesen



Mit der Begrüßung der Geschäftsführerin Andrea Wäldele starteten für die 21 neuen Auszubildenden die Einführungsveranstaltungen.